Die Arbeit der Nacht

Richter&Richter 2010

Video aus ca. 3500 Einzelbildern (Stop-Motion) auf DVD (DV-Pal).
Einzelbilder (Auflage)
C-Print, je 20 x 30 cm, 6 + 2 A.P.

Präsentiert im Rahmen der Ausstellung “Die Zukunft der Arbeit”, Arbeiterkammer Wien, 2010
Förderpreis der AK Wien

 

Die Arbeit versteht sich als visuelles Brainstorming zur künstlerischen Praxis zwischen Realität und Klischees, zwischen Provokation und Pflichterfüllung, zwischen Trash und Produktgedanken, zwischen Reflexion und Körperlichkeit, zwischen Genderdebatte und dem Reiz der Political Incorrectness.

Als freischaffendeR, jungeR KünstlerIn gestaltet sich die künstlerische Arbeit und deren Zukunft oftmals als schwierig. Man steht einem Kunstmarkt gegenüber, dessen scheinbares Anything-Goes und dessen Undurchsichtigkeit und Undurchlässigkeit zugleich eine Barriere darstellen, die es zu durchbrechen gilt um sich darin zu positionieren. Der Druck zu produzieren, innovativ zu sein und sich möglichst vor dem schnelllebigen aktuellen Mainstream zu platzieren ist ständig präsent und hat Einfluss auf die künstlerische Praxis. Um diese künstlerische Praxis wiederum ranken sich Legenden, Vorstellungen und Klischees. Der Künstler in seinem Atelier bot seit jeher Stoff für die fantastischsten Vorstellungen über ein Leben abseits der gesellschaftlichen Normen, geprägt durch die vielbesungene (und selten reale) „künstlerische Freiheit“.

Das Video „Die Arbeit der Nacht“ zeigt zwei junge Künstler in einem Selbstportrait im Atelier. Aufgenommen über 6 Stunden (von 23:00 bis 5:00) geben 3500 Einzelbilder Aufschluss über die Arbeit dieser Nacht, bedienen die Klischees und stellen diese eben dadurch wieder in Frage. Das Dargestellte oszilliert zwischen der Abbildung von Realität und der (Selbst-)Inszenierung zweier Künstler – eine dokumentarische, narzisstische Reality-Show über den Künstler / die Künstlerin zwischen Bohémien und Kulturhackler.

 

 

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